Orte der Bücher


Hier findet man verschiedene wichtige Orte der Bücher






ORT: Insel des Feuers: Hauptstadt Elanor


Stelle im Buch: Der Berg war gewaltig und prägte die Insel auf eigentümliche Weise. Fast das gesamte Eiland schien aus einer einzigen Gebirgskette zu bestehen, dicht bewachsen von einem wilden, urtümlichen Wald. Elanor, die Hauptstadt, fraß sich vom Meer her in den Wald hinein und den Hang hinauf – ein Anblick, der Rose den Atem raubte.
Die Sonne senkte sich langsam hinter den Mount Dalar und tauchte die Stadt in ein warmes, rötliches Licht. Elanor schimmerte wie aus Gold – fast vollständig aus Holz erbaut, mit langen, hohen Häusern, bunt gedeckten Dächern, Wachtürmen und kleinen Kirchen, die sich dazwischen erhoben. Ganz oben thronte das Langhaus des Jarls, des Herrschers der Insel.

Bald hatten sie den Hafen hinter sich gelassen und stiegen den steilen Weg zum Haus des Jarls hinauf, der stellenweise in steile Treppen überging. Hier wirkten die Häuser noch prächtiger – mit hohen, spitz zulaufenden Dächern, kunstvoll geschnitzten Giebeln und vorspringenden Balken.
Rose hatte so etwas noch nie gesehen. Besonders die Tempel der Heiligen Mariette beeindruckten sie: Sie waren, wie alle Gebäude, vollständig aus Holz erbaut, ragten aber weit über die Wohnhäuser hinaus und waren mit Ornamenten, Göttersymbolen und Reliefs geschmückt.




ORT: Räuberburg im Räuberwald


Halb zerfalle Burg die auf einem Felsen über dem Wald thront. Der vordere Teil ist noch gut erhalten während ein tiefer Riss die Burg zweigeteilt hat. Ein grosser Turm steht in der Mitte.

Stelle im Buch: Dunkel und mächtig ragten Tannen und Fichten aus dem Wald empor, ihr dunkles Grün nur zu ahnen unter Schnee und Dunst. Eine kleine steinerne Brücke führte über einen Bach, der vollständig zugefroren war. In der Ferne, fast in derselben grauen Farbe wie der Himmel, erhob sich über einem Felsen die Räuberburg. Der Hauptturm ragte weit über das Land hinaus.




ORT: der Weiler Wilderness auf dem Weg zum Mount Dalar, Insel des Feuers


Stelle im Buch: Einen Moment blieb sie stehen, hörte dem Summen der Insekten zu und dem hochfrequenten Zirpen der kleinen blauen Vögel. Die Sonne wärmte ihr Gesicht, und für einen Atemzug fühlte es sich an, als gehöre dieser ruhige Augenblick nur ihr allein.Bis jemand ihren Namen schrie.

Rose packte die Zügel ihres Dingas und eilte weiter. Schon bald hatte sie die anderen wieder eingeholt, die den grünen Hügel zum Weiler hinaufstiegen, der nun langsam klar erkennbar wurde. In der Mitte stand ein turmartiges Gebäude, das mit zahlreichen kleinen Erkern und schiefen Dächern versehen war. Rundherum gruppierten sich kleinere Häuser wie eine unregelmässige Mauer um den zentralen Bau. Ganz oben, auf einer einfachen hölzernen Plattform ohne Dach, erhob sich ein Wachtturm.




ORT: Alt Hagen

Eine hochgelegene Zwergenstadt am Fusse des Mont Caldrill, halb in den Fels geschlagen, halb auf Pfählen in einen klaren Bergsee hinausgebaut. Charakteristisch sind Fachwerkhäuser mit Balkonen, verwinkelte Stege und Zwergenarchitektur mit Giebeln und Rundbögen. Der Zugang erfolgt über einen Pier. Die Stadt wirkt idyllisch, aber verschlossen – Fremde sind nicht willkommen

Stelle im Buch:

Die Reiterin schauderte, als ihr Blick zu den verschneiten Gipfeln schweifte deren weisse Häupter von tief hängenden Wolken verhüllt waren. Die hellgrauen Felswände bildeten einen scharfen Kontrast zum goldgelben Gras, das der Wind flach an den Boden drückte. Hoch oben am Fusse des Mont Caldrill – des höchsten Berges des Königreichs – lag Alt Hagen, ihr Ziel: die Bergstadt, halb in Stein gemeisselt, halb in den See hinausgebaut. Hinter einer Kuppe tauchten weit in der Ferne die ersten Gebäude auf, klein und steinern, am Hang verstreut. Dann kam der See in Sicht – ein klarer, stiller Spiegel, so durchsichtig, dass man bis auf den Grund sehen konnte. Weit hinten, am Fusse des gewaltigen Felsmassivs, schmiegte sich Alt Hagen an den Berghang: verschachtelt, farbenfroh, in der typischen Architektur der Zwerge – mit hohen, engen Giebeln, Fachwerk, Balkonen und Erkern organisch verwachsen am Berghang. Der vordere Teil der Stadt ragte auf Holzpfählen weit in den See hinaus. Kleine hölzerne Türme mit spitzen Dächern und flatternden Bannern verliehen dem Anblick eine fast freundliche Idylle




ORT: Minenstadt


Kooperativ geführte Siedlung im Inneren des Berges oberhalb von Alt Hagen. Sie ist entweder über eine steile Strasse oder mit einer Gondel vom See aus erreichbar. Die Stadt liegt in einer gewaltigen Höhle, durch die ein Wasserfall tost. Vom zentralen Hauptgebäude aus führt ein Seilzug tief hinab in die Schächte der umliegenden Minen.

Stelle im Buch: Vor ihr öffnete sich eine gigantische Halle mitten im Berg. Die Zwergenmine lag da wie eine verborgene Stadt: Hunderte kleiner Gebäude drängten sich auf unterschiedlichen Ebenen, in der Mitte ein monumentales Bauwerk, das mehrere Stockwerke hoch aufragte und wie ein riesiges Lagerhaus wirkte. Das oberste Stockwerk kragte über die Klippen hinaus. Dicke Stahlseile führten von dort senkrecht hinunter in ein dunkles Loch im Boden – der Schacht zur eigentlichen Mine.
Über ihnen klaffte ein gewaltiger Krater in der Decke, durch den der Himmel sichtbar war. Dunkle, graue und düstere Wolken jagten darüber hinweg – und aus einer Felskluft am oberen Rand stürzte mit gewaltigem Tosen ein gigantischer Wasserfall in die Tiefe. Die Wassermassen zerschlugen auf einer steinernen Plattform in der Tiefe, wirbelten in Gischt und Dampf empor, und verschwanden dann in einem weiteren Schacht, der sich dem Blick entzog. Das Donnern des Wasserfalls vermischte sich mit dem Dröhnen der Maschinen, dem Brüllen der Öfen und dem Rufen der Zwerge zu einem urgewaltigen Klangteppich, der die ganze Halle durchdrang.

Die Stadt im Berg war auf massiven Felsvorsprüngen errichtet worden, verbunden durch ein Netz aus hölzernen Brücken, Treppen und Laufstegen. Richtige Strassen gab es keine – nur diese luftigen Wege, Trepen und Brücken von Haus zu Haus.
Es wimmelte von Zwergen und Zwerginnen: verschiedenste Hautfarben, Bartformen, Grössen, Haltungen. Überall Bewegung. Überall Stimmen. Riesige Ölfeuer tauchten die Gebäude in flackerndes Licht, während aus unzähligen Kaminen schwarzer Qualm aufstieg und sich in den Himmel wand wie ein düsteres Band.

In der Mitte der grossen Halle prangte an der Fassade des Hauptgebäudes das grob gemalte Symbol des Kollektivs: eine weisse Faust, kräftig und aufrecht.
In diesem Moment schossen mehrere Gondeln aus der Tiefe herauf. Von Weitem sahen die Arbeiter darin aus wie Ameisen, die aus dem Bauch der Erde stiegen. Sie sprangen heraus, schulterten ihre Werkzeuge und verschwanden in den Gängen des Hauptgebäudes.




ORT: Hauptstadt Dornmark des Königreiches


Erstreckt sich über einen Hügel mit der lauten Unterstadt, dem Handwerkerviertel, dem Reichenviertel und dem schwer bewachten Königsberg mit Kathedralen, Burgen und anderen Adelshäuser.

Stelle im Buch: Die Erinnerung verblasste, als Rose in die Unterstadt hinabstieg. Sie passierte belebte Alleen, durchquerte zwei Bezirke, und je weiter sie hinabging, desto ärmlicher wurden die Häuser. Schliesslich erreichte sie die Unterstadt, wo die Gebäude dicht an dicht standen, schief und verschachtelt. Hohe mehrstöckige Fachwerkhäuser ragten über die engen Gassen, und bunte Fahnen wehten in der leichten Brise.
Hier war es laut und lebendig, das Treiben auf den Strassen schien niemals zu enden. Trotz der einfachen Verhältnisse war der Stolz der Bewohner spürbar – schliesslich lebten sie in der Hauptstadt, dem Herzen des Königreiches. Rose sah zu den Zinnen und Türmen des Königsberges hoch, bevor sie den Nachhauseweg fortsetzte.




ORT: Oase im Dünenland


Eine lebenswichtige Station in der Wüste, die Wasser und Schutz bietet.

Stelle im Buch: Die Kommandantur selbst war ein einfaches Gebäudeensemble, bestehend aus einem steinernen Wachturm und einem kleinen Haus, das gerade genug Platz für drei Soldaten bot. Daneben gab es nur wenige weitere Bauwerke aus Stein: den Tempel, der der örtlichen Gottheit geweiht war, und ein Handelslager, das aufgrund seiner standardisierten, imperialen Bauweise wie ein Fremdkörper in der malerischen Szenerie wirkte. Der Rest des Dorfes bestand aus einfachen Lemhäusern und Zelten, die in scheinbar ungeordneten Clustern um die zentrale Oase herum errichtet worden waren.
Die Oase selbst war nichts weiter als ein kleiner Tümpel mit einem Durchmesser von kaum zwei Metern. Doch dieses unscheinbare Gewässer war das Herzstück des Dorfes. Es spendete nicht nur Wasser, sondern verwandelte die Umgebung in einen winzigen Fleck fruchtbarer Erde. Rund um den Tümpel wuchsen kleine Palmen, schattenspendende Bäume und grüne Büsche, die mitunter rote und gelbe Blüten trugen. Weiter draussen, wo die Oase in die umliegenden Dünen überging, wurde die Vegetation spärlicher – hier dominierten Dornbüsche in verschiedenen Grössen und Formen, oder es gab nur noch nackten Sand und Stein.




ORT: Kirschblütental

Ein wohlhabendes Dorf inmitten von Kirschbäumen, dessen Reichtum auf einer stillgelegten Mine beruhte.

Stelle im Buch: Als sie einen Kamm erreichte, eröffnete sich vor ihr ein idyllisches Bild: Zwischen sanften, von blühenden Kirschbäumen gesäumten Hügeln erstreckte sich das Kirschblütental. Ein klarer Fluss schlängelte sich durch das Tal, gesäumt von grünen Wiesen und malerischen Höfen, deren Fenster mit Blumenkästen geschmückt waren.

Der gepflasterte Weg zum Dorf führte über mehrere steinerne Brücken, die elegant die verzweigten Arme des Flusses überspannten. Kleine Wassermühlen mit Strohdächern säumten die Kanäle, die vom Hauptstrom abzweigten. Die rosa Blüten der Kirschbäume glitzerten in der Mittagssonne.




ORT: Reichsstadt


Eine streng reglementierte Stadt die vom Imperium gegründet wurde. Mit rechtwinkligen Strassen und monotoner Architektur. Sie umfasst das lebendige Anderlings-Quartier und das raue Hafengebiet. Während eine Teil der Stadt an den Wald grenzt, hat das Hafengebiet Zugang zum freien Meer. Die Burg des Grafen thront auf einem Hügel über der Stadt.

Stelle im Buch: Rose ging den Hügel hinunter zur Stadt. Im Gegensatz zur lebendigen Hauptstadt war die Reichsstadt nach imperialer Bauweise errichtet. Die Strassen verliefen grösstenteils rechtwinklig und waren sehr breit, während die Häuser alle in einheitlichem Stil und mit denselben vorgegebenen Farben gebaut waren. Diese strikte Ordnung war zwar praktisch, liess der Stadt aber jegliche Lebendigkeit fehlen. Selbst die Farbpaletten und Ziegelarten waren reglementiert, sodass Orientierung nur durch die Strassennamen möglich war, die oft einfach durchnummeriert waren.
Nur wenige Bauwerke durchbrachen das monotone Muster – Kirchen, Amtsgebäude, Wachtürme oder die Residenzen des örtlichen Adels.




ORT: Schwalbenturm


Halb verfallener Turm im Räuberwald.

Stelle im Buch:
Robar blinzelte, um sich den Schnee aus den Augen zu wischen. Da tauchte vor ihm ein langer, dünner Turm auf – halb zerfallen und zur Hälfte von dunklem Efeu überwuchert. Auch die Räuber hatten den Turm entdeckt. Öklan hielt an und gab den anderen ein Zeichen.
„Da ist er, der Schwalbenturm. Von unseren Vorfahren als Wachturm erbaut, später dem Verfall überlassen.“
Saran zeigte mit dem Finger auf den Turm. „Von hier aus sieht er nicht besonders wohnlich aus. Aber wir haben ihn im Herbst behutsam instand gesetzt. Pedrof hat die Wendeltreppe auf den Turm …“




ORT: Weissgarten


Ein schäbiges Dorf am Waldrand nahe der Reichsstadt. Im Gensatz zu andern Dörfern besteht es nur aus einer Anzahl aneinandergesachtelten, Häusern, Ställen und Schuppen.

Stelle im Buch: Sie tänzelte durch den Schnee, und bald kam der Stall vor ihr in Sicht. Sie warf einen Blick hinunter zum Dorf: Weissgarten war eine kleine Ansammlung von Baracken, Ställen und Wohnhäusern, die ohne Plan und Ordnung am Waldrand verstreut lagen. Doch jetzt, im winterlichen Kleid, wirkte es beinahe idyllisch, wie der Rauch aus vielen kleinen Schornsteinen in den grauen Himmel zog.





Nächste Seite     Startseite


 

 

Rose Triologie 2024-2026 copyright © Jamie Oliver Aspinall, going north Verlag, 4053 Basel, Illustrationen ALLE by KI/AI, CHAT GPT





studio-studio.ch
Jamie Oliver Aspinall
Reichensteiner- strasse 40 - CH-4053 Basel
mobil: +41 79 567 70 87
info (ät) schnuppe.ch  




stripes